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Petra & Gerhard Zwerger-Schoner, Innsbruck, Österreich, sind
professionelle Reisejournalisten, Vortragsreferenten und Buchautoren.
Im Anschluss an ihr Studium (Petra/Biologie, Gerhard/Medizin) haben sie
beschlossen, dass sie ein gemeinsames Leben hinter der Kamera weit mehr
erfüllt, als Labor & Praxis. 1999 haben sie ihren Traum zum Beruf
gemacht und die Firma GP MEDIAVISION OG, für Audiovision & Filmproduktionen
gegründet. Heute bringt ihr Beruf die beiden Fotografen
und Filmemacher nicht nur an die atemberaubendsten Plätze unserer
Erde, sondern auch mit eindrucksvollen Live Reportagen und Multivisions-Shows
auf die Bühnen der beliebtesten Vortragssäle und AV-Events in
Deutschland und Österreich.
Bekannt für Ihre Kreativität
bei der Präsentation und Erstellung ihrer aufwendig produzierten
Shows, begeistern sie ihr Publikum mit umfangreichem Detailwissen, viel
Humor und ihrer bemerkenswerten Gewandtheit in der hohen Kunst des Geschichtenerzählens.
Auch auf der Berlinale
2006 (56. int. Filmfestspiele in Berlin) sowie auf der Photokina 2008
und 2010 fanden ihre Produktionen internationale Beachtung. Für Fotografie
& Vortrag wurden sie mehrfach prämiert. Petra
Zwerger-Schoner ist berufenes Mitglied der deutschen Gesellschaft für
Bild und Vortrag e.V. (GBV). Gerhard Zwerger-Schoner ist Vortandsmitglied
der GBV.
Aktuellen Länderschwerpunkte:
VIETNAM, USA, AUSTRALIEN, NORWEGEN, KANADA, NEUSEELAND, ALPEN.
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Ihre
Fotografien erscheinen in Zeitschriften und Online-Magazinen, wie
NATIONAL GEOGRAPHC, DIE ZEIT, GEO, UNIVERSUM u.a. und werden von
renommierten Bildagenturen z.B. Getty Images, Corbis, Maurituis
Images, Alamy, FLPA Images of Nature u.a. weltweit vertrieben. |
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PRESS - Magazin für professionelle Fotografie und Digital Imaging
Auszug aus der Printausgabe | Ausgabe 04/11
PP:
Seit wann machen Sie Multimediashows und wie kam es dazu?
Zwerger-Schoner:
Die ersten Erfahrungen mit live vorgestellten Dia-Shows
machten wir unabhängig voneinander, noch bevor wir uns kennengelernt
haben. Petra berichtete im öffentlichen
Rahmen bereits 1992 von ihrer Erfahrungen mit Indianern in Kanada,
wo sie 8 Monate mit dem Stamm der „Ojibwa“ in Manitoba
zusammengelebt hatte. Gerhard radelte im selben Jahr dem Mountainbike
durch den Himalaya in Indien. Im Jahr darauf zeigten er und sein
Freund K. Schütz in einer Dia-Show vor großem Publikum
das Abenteuer der ersten großen Reise. Unsere erste gemeinsame
Multivisionsshow haben wir 1999 gemacht. Wir reisten damals 4 Monate
durch den Westen der USA und waren so begeistert von dem Land, dass
wir unsere Eindrücke teilen wollten. |
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PP:
Wie kommen die Termine zustande, über Agentur, über direkte
Kontakte, über Anfragen?
Zwerger-Schoner:
In den letzten Jahren größtenteils über Event-Veranstalter
in Deutschland und Österreich, die uns für Vortragsreihen und
Festivals buchen. In unserer näheren Umgebung z.B. Tirol organisieren
wir großsteils selbst.
PP:
Was macht den Erfolg einer Show aus?
Zwerger-Schoner:
Hier spielen viele Faktoren zusammen. Man muss für sein
Thema brennen, um eine authentische Präsentation bieten zu können.
Und es gilt zu wissen, für wen die Show produziert wird. In erster
Linie wollen sich Besucher über ein Land informieren oder Erinnerungen
auffrischen, weil sie schon dort gewesen sind. Auf diese Bedürfnisse
müssen wir als Vortragsreferenten natürlich eingehen. D.h. ein
gelungener Vortrag braucht eine Mischung aus profunder Information, persönlichen
Erfahrungsberichten und natürlich auch Emotion & Humor, das ist
ganz wichtig! Wir sind ja im Sektor des Entertainments tätig.
Genauso wichtig ist, dass wir unser Handwerk beherrschen, um überzeugende
fotografische und filmerische Inhalte bieten zu können, die auch
dramaturgisch gut aufbereitet sind. Alles sollte einen durchgängigen
„roten Faden“ haben. Rhetorisch muss ein Vortragsreferent
geübt sein, um eine sympathische, fesselnde und unterhaltsame Show
präsentieren zu können. Und es gibt ein Zauberwort, das jede
fertige Show besser macht. „Preview“- Probeläufe. Bevor
wir mit einer neuen Show an die Öffentlichkeit gehen, “quälen„
wir unseren gesamten Freundeskreis mit mehreren Preview-Abenden. Sie bekommen
Block und Bleistift und sollen sich kritisch mit dem Inhalt auseinandersetzen
und uns sagen, was gut ist oder schlecht, was fehlt oder zu viel ist,
usw. Die Liste ist Anfangs immer lang, aber je öfter wir das Szenario
wiederholen, desto kürzer wird sie. Nach 4-5 Überarbeitungen
ist die Show dann meistens reif. Unserer
Freunde wissen mittlerweile, dass uns nur ehrliche Kritik hilft und dass
sie uns schaden, wenn sie zu tolerant sind. Es liegt in der Natur der
Sache, dass Freunde, Verwandte und Co normalerweise immer alles ganz toll
finden, was man macht. Nur wenn sie aufgefordert werden, kritisch zu sein,
sehen sie auch die Fehler, die man macht. Das ist oft ganz schön
hart, und ich weiß noch gut, bei unserer Norwegen-Show waren wir
völlig am Ende, weil wir 3 Wochen vor der Premiere den kompletten
2. Teil auf dramaturgisch neue Beine stellen mussten. Die Dramaturgie
war einfach missglückt. Wir hätten sagen können: Egal,
das lassen wir so, aber das hätte uns sehr geschadet. Nichts spricht
sich in der Szene schneller herum, als ein schlechter Vortrag.
Zuletzt lautet ein maßgeblicher Faktor für den Erfolg: Professionelles
Marketing, d.h. ansprechende Gestaltung von Plakaten, Flyern, Drucksachen,
Website. Und last but not least, ausreichend Zeit im Büro für
die regionale und überregionale Pressearbeit und Akquise.
PP:
Wie wichtig ist der eigene Bekanntheitsgrad?
Zwerger-Schoner:
In der eigenen, nahen Umgebung ist das wichtig und potenziert
den Erfolg. Doch wenn das Thema keine Breitenwirkung hat, nützt auch
der bekannteste Name wenig. Eine Tatsache die sich manche Vortragsreferenten
nicht gerne eingestehen. Selbstverständlich bestätigen aber
auch hier Ausnahmen die Regel. Wenn Bergsteigerlegenden oder Extremabenteurer
bzw. Personen, die durch ihre außergewöhnliche Leistungen im
medialen Licht stehen, die Vortragsbühnen betreten, kommen die Zuschauer
aufgrund des Bekanntheitsgrades. Doch der klassische Vortragsbesucher
von „normalen“ Abenteuer & Reise Multivisionen kommt,
weil ihn das Thema fasziniert, der Mensch dahinter ist eher zweitrangig.
Dieses Phänomen hat
dem Ruf des Mediums Diavortrag leider auch viel Schaden zugefügt.
Hinter einem eindrucksvoll wirkenden Plakat steckt nämlich nicht
selten ein unprofessioneller Urlaubs-foto-abend. Bittere Enttäuschung
ist vorprogrammiert. Viele selbsternannte „Helden des Alltages“
treten mit bizarr verzerrter Selbstsicht vor Publikum.
PP:
Wer kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit, der Veranstalter
oder der Produzent?
Zwerger-Schoner:
In unserem Fall mehr der Veranstalter, da wir immer weniger in
Eigenregie organisieren.
PP:
Wie lange dauert die Zusammenstellung einer Show?
Zwerger-Schoner:
Unsere letzte Show ist über den Sommer 2010 entstanden.
Wir haben im Mai begonnen, Mitte Oktober war sie fertig. In den letzten
Wochen sind Tagesarbeitszeiten von 12-14 Stunden normal. Sich diese Zeit
zu nehmen ist kein Luxus, die Shows sollen ja mehrere Jahre erfolgreich
laufen
PP:
Wie wichtig ist das Equipment?
Zwerger-Schoner:
Wir leben von der Macht der großen Bilder! Dieselbe Faszination
der Großbildprojektion mit eindrucksvoller Soundkulisse, die seit
Jahrzehnten die Kinosäle füllt, erfasst auch den Zuschauer von
Multivisionsshows, wenn das Equipment passt. Eine moderne, leistungsfähige
und, nicht zuletzt, verlässliche Technik, ist uns sehr wichtig.
PP:
Welcher Zeitanteil gehört dem Fotografieren, welche der Erstellung
der Shows, Tourneen?
Zwerger-Schoner:
Wir fotografieren & filmen im Schnitt 3 - 4 Monate im Jahr,
die Erstellung einer neuen Show nimmt bis zu 6 Monate in Anspruch, die
Tourneeplanung und Organisation läuft eigentlich das ganze Jahr über.
PP:
Hat sich das Geschäft mit den Bilderschauen in den letzten Jahren
verändert?
Zwerger-Schoner:
Ja, sicherlich. Seit die digitale Ära begonnen hat, und
das Erstellen und Präsentieren von Multimediashows einfacher und
billiger geworden ist, sind viele Referenten aufgetaucht, die wenig leidenschaftlich
an die Sache herangehen und mehr auf das schnelle Geld hoffen, mit genannten
Folgen. Verbrannte Erde zurücklassend und ohne Geldregen belohnt,
verschwinden sie zwar bald wieder, doch andere kommen nach.
Das Publikum, sofern nicht
dauerhaft vergrault, wird selektiver. Daher verlagert sich der Besuchertrend
mehr und mehr zu renommierten Festivals, die vielerorts entstehen. Gute
Beispiele: Die Photo & Adventure in Wien, das Weitsichtfestival in
Frankfurt, die Lichtbildarena in Jena oder das größte europäische
Festival, die Mundologia in Freiburg, welches an einem Wochenende bis
zu 20.000 abenteuerlustige Zuschauer anzieht. Hier gibt es noch zahlreiche
weitere. Ebenso orientiert sich der Vortragsbesucher immer mehr an hochwertigen
Vortragsreihen, die in 3-4 Wochen Rhythmus in zahlreichen Städten
ausgewählte Reportagen anbieten. Hier weiß der Betrachter den
hohen Qualitätsstandard zu schätzen, der von Veranstalterseite
gesetzt wird.
PP:
Wie sehen Sie die Zukunft für diese Veranstaltungen?
Zwerger-Schoner:
Kleinveranstaltungen wird es weiterhin geben, doch sie werden
immer schlechter besucht. Großveranstaltungen werden in ihrer Zahl
zunehmen. Das Publikum genießt das Erlebnis, echten Events beizuwohnen,
je größer, stilvoller und professioneller, desto lieber.
PP:
Danke für das Gespräch.
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